Radreiseausrüstung

BT#4: Gedanken zur Radreiseausrüstung

Viel ist ja bereits im Internet geschrieben worden über notwendiges Equipment für Fahrradtouren beziehungsweise welche Ausrüstungsgegenstände unumgänglich sind und welche puren Luxus darstellen. Ganze Packlisten mit Gewichtsangaben, Markennamen, Preis etc. wurden bereits veröffentlicht. Eine intensive Beschäftigung mit dem Thema Radreiseausrüstung kann sogar mehr Verwirrung und Unsicherheit stiften, als Lösungen bieten, da Ausrüstungen so individuell und unterschiedlich sein können, wie ihre Besitzer und jeder auf andere Produkte, Marken, Lösungen etc. schwört .

Grundlegend kann man bei der Auswahl der Ausrüstung unterscheiden, ob man eine Tagestour oder eine Mehrtages- beziehungsweise auch Wochen- oder Monatstour plant. Tatsächlich macht es kaum einen Unterschied, ob die Tour mehrere Tage oder gar Wochen dauert,  da die Pack-Möglichkeiten am Fahrrad nur begrenzt vorhanden sind und die Erfordernisse bei einer Mehrtages- oder Wochen- und Monatstour beinahe die gleichen sind.

Sicherlich werden mir Radreisenden  beipflichten, dass man  Ausrüstungsgegenstände am besten in Kategorien einteilen kann, um einen besseren Überblick zu bekommen:

  • Ausrüstungsgegenstände für die Übernachtung:
    Zeltsystem,  ISO Matte, Schlafsack etc.
  • Ein Koch System inklusive Kochutensilien und einer eisernen Reserve an Essbaren  und vor allem Wasserflaschen
  • funktionelle Bekleidung, Schuhe, Regenjacke, -hose, -schuhe etc.
  • Sonstiges wie Taschenlampe, Kamera, Sonnenbrille, Hygieneartikel, Fahrradwerkzeug , Notfallapotheke, Handy, Karten der Route etc
  • Der wichtigste Ausrüstungsgegenstand der Tour/Radreise ist und bleibt aber dein Fahrrad.

Während man im Laufe einer Tour rasch bemerkt welche Utensilien wirklich nützlich sind und welche nur unnötigen Ballast darstellen und meistens auch die Möglichkeit hat bereits während einer längeren Tour die Ausrüstung zu verbessern, bspw. Ausrüstungsgegenstände nach Hause zu schicken bzw. auch das Equipment zu erweitern sind Veränderungen am Fahrrad nur bedingt möglich.

Die Überlegungen zum Kauf eines Reiserades sind aus meiner Sicht am Wichtigsten, da man schon allein aus Kostengründen getroffene Entscheidungen schwer wieder korrigieren kann. In meinem Fall habe ich mehr als zwei Jahre recherchiert und gesucht, um mein absolutes Traumreiserad zu finden bzw. zu erwerben – an einer anderen Stelle verrate ich euch gerne mehr darüber.

Im Großen und Ganzen würde ich folgende Formel bei der Kaufentscheidung für Gegenstände eine Radreiseausrüstung einfließen lassen:

  • verfügbares Budget bzw. gesetzte Obergrenze für Ausgaben
  • Qualität bzw. Langlebigkeit der Produkte
  • Funktionalität, im Idealfall vielseitige Nutzbarkeit
  • Packmaß der Produkte
    (vier Fahrradtaschen und eine Lenkertasche stehen in der Regel zu Verfügung)
  • Gewicht (keiner will gern mehr schleppen als notwendig)
  • persönliche Präferenzen, Bedürfnisse
  • Einsatzbereich, -gebiet der Ausrüstung
  • Recherchen, Erfahrungen und Meinungen anderer Radler

Unschwer erkennbar ist, dass die Rahmenbedingungen für eine „perfekte Radausrüstung“ Widersprüchlichkeiten aufweist, die in jedem Fall zum Kompromiß führt. Wie dieser im Detail aussieht, bleibt jedem selbst überlassen – letztendlich sollte man sich mit seinem Equipment wohl fühlen und sich vor allem darauf verlassen können.

Sicherlich gilt zumeist auch hier dass wer billig kauft zumindest zweimal kauft – auf der anderen Seite müssen ja nicht alle Ausrüstungsgegenstände einschließlich dem Fahrrad neu sein und Improvisation ist ohnehin der zweite Vorname des Radreisenden.

Einen großer Unterschied ist auch, ob Radreisende den Komfort suchen, regelmäßige in Hotels, Radpensionen oder Jugendherbergen zu übernachten und ebenso in Gasthäuser, Restaurants etc. Essen gehen oder aber lieber campen oder gar wild campen und sich überwiegend selbst versorgen .

Persönlich finde ich den Gedanken reizvoller möglichst autark und kostengünstig zu reisen. Diese Variante riecht nach mehr Abenteuer, mehr Unvorhergesehenem, und mehr Naturverbundenheit.

Natürlich möchte ich den Komfort einer warmen Dusche oder eines warmen Schlafplatzes nicht missen, jedoch verschafft einem eine entsprechende Zelt- und Kochausrüstung mehr Unabhängigkeit während der Reise.

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